"[...] Wissenschaftlerinnen Dr. Urmila Goel und Ulrike Mausolf [...] verstehen unter 'Autonormativität' die unhinterfragte Normalität, mit der Autos unsere Mobilität dominieren. Das Automobil definiert die Norm und bewirkt, dass alle anderen Fortbewegungsformen - das Fahrrad, das Gehen, der ÖPNV oder die Mobilität mit einem Hilfsmittel - als Abweichung von ebendieser Norm behandelt werden. In der Folge führt Autonormativität zu einem Machtgefälle, den die akzeptierte und völlig selbstverständliche Vorfahrt des Kraftfahrzeugs hat eine ungleiche Ressourcenverteilung zur Folge. Mehr Fläche, mehr Geld und mehr Rechte erhalten in unserer Gesellschaft die, die ein Auto fahren."